Bericht vom Grünen Gockel

Nun ist es amtlich, unsere Kirchengemeinde ist zertifiziert. Sie wurde zum zweiten Mal nach 2007 ins EMAS-Register eingetragen! 

Nun ist es amtlich, unsere Kirchengemeinde ist zertifiziert. Sie wurde zum zweiten Mal nach 2007 ins EMAS-Register eingetragen! EMAS ist „das Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung der Europäischen Union. Mit diesem System verbessern Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen Ihre Umweltleistung und weisen dies durch eine unabhängige Bestätigung von einem zugelassenen Umweltgutachter nach“.
Hierfür erarbeitete die Umweltgruppe „Grüner Gockel“ über zwei Jahre ihre Umwelterklärung anhand der Vorgaben des Büros für Umwelt und Energie (BUE) der Landeskirche. Zahlreiche Informationen zu den vielfältigen Aufgabenbereichen der Gruppe und der abschließenden Prüfung hat Ellen Leytz bereits im letzten Gemeindebrief (02/03 2024) anschaulich dargelegt.
Neben der Eintragungsbekanntmachung-EMAS samt Urkunde, wurde unsere Gemeinde durch die Badische Landeskirche mit einem „Umweltzertifikat“ ausgezeichnet. Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und Dr. André Witthöft-Mühlmann (Landeskirchlicher Umweltbeauftragter) schreiben in der Urkunde: „Die evangelische Kirchengemeinde Eberbach versteht die Bewahrung der Schöpfung als eine ihrer Kernaufgaben und wird dieser durch das kirchliche Umweltmanagement Grüner Gockel vorbildlich gerecht. Die Leitlinien, Ziele und konkreten Maßnahmen sind in der Umwelterklärung niedergelegt, welche regelmäßig unabhängig überprüft und veröffentlicht wird. Die Gemeinde wurde am 11.12.2023 erfolgreich validiert.“
Im letzten Gottesdienst im Rahmen der „Winterkirche“ im Gemeindehaus am 25.02.2024 wurde aus diesem Anlass gefeiert: 
In einer fiktiven Grüne-Gockel-Sitzung boten die Gruppenmitglieder einen Einblick in die bearbeiteten Themen und ihre anfänglichen Bedenken, ob ein solch großer Prozess überhaupt zu bewältigen ist.
Die anschließende Predigt von Pfarrer Ekkehard Leytz machte aber deutlich, dass gerade Christinnen und Christen sich Aufgaben, wie die der Bewahrung der Schöpfung, stellen können und müssen. Mit dem Blick zum Himmel ist auch das Unmögliche möglich, lautete die Botschaft, die sich auf einen Abschnitt aus dem Alten Testament (4. Mose 21,4-9) bezog. Bei der Vorbereitung des Gottesdienstes erschien der vorgegebene Text den Grünen-Gockel-Aktiven noch sehr „abwegig“, dieser entpuppte sich jedoch nach und nach, erst recht durch die ergreifende Predigt mit aktuellen Bezügen, auch für die Gegenwart als sehr hilfreich. 
Gemeinsamer Gesang, begleitet von Flügel, Trompete und Cajón, vergewisserte die versammelte Gemeinde des Beistand Gottes. Um diesen wurde auch im Fürbittgebet gebetet.
Schließlich übergab Pfarrer Gero Albert unter Beifall der zahlreichen Gemeindeglieder die Validierungsurkunde im Auftrag der Landeskirche an die bisherige Umweltbeauftrage der Kirchengemeinde Ellen Leytz. Das Ehepaar Leytz hatte die Gruppe vom Ruhestand in Karlsruhe aus bis zur Zertifizierung organisiert und die gemeinsamen Treffen in Eberbach geleitet und nicht zuletzt hervorragend verköstigt. Zum neuen Umweltbeauftragten der Kirchengemeinde und Ansprechpartner Grüner Gockel wurde Arnd Koch ernannt.
Der Gottesdienst schloss mit dem Segen und einem gut besuchten Kirchenkaffee mit Kuchen und Gebäck und vielen angenehmen Gesprächen.
Wer an der Mitarbeit im „GG“ interessiert ist, darf sich gerne melden, denn weitere Engagierte sind sehr willkommen!
Für Interessierte ist die 36-seitige Umwelterklärung über das Gemeindebüro gedruckt bzw. digital hier erhältlich: 
 
 
Arnd Koch und Jürgen Rink